Der Fröhliche Auwald
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Inhaltsverzeichnis |
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Ulme |
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![]() Ulme, Rüster - Ulmus L. Von 45 Arten 3 in Europa, von diesen 2 Arten im Augebiet: Flatterulme -Ulmus laevis: bis 30m hoher Baum, Samen langgestielt und in der Mitte des Flügels, Feldulme - Ulmus minor: seltener, ebenfalls bis 30m, meistens nur Strauch, 1-3 jährige Triebe mit Korkleisten, Samen am Rand des Flügels.
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Die Ulme fasst sich bald ein Herz und blüht bereits im kühlen März. Ihr rosaroter Blütentraum ist unscheinbar, man merkt ihn kaum. Doch kommt es darauf gar nicht an. Die Ulme hat ihr Werk getan und streut schon Früchte in den Wind, wenn and´re am Erwachen sind.
Doch sind die Ulmen sehr bedroht vom Aussterben und Ulmen-Not, vom sauren Regen, Autogas, vom Pilzbefall und Käferfraß. Wir hoffen, dass sie´s überwindet und nicht bei uns bald ganz verschwindet. |
| Hasel | ||
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Kaum weht der erste Frühlingshauch, da blüht auch schon der Haselstrauch. Und weil er noch kein einz´ges Blatt auf seinen Zweigen sitzen hat, drum hüllt er sich voll Sehnsucht ein in Blütenstaub und Sonnenschein.
Im Herbst erfreut er dann mit süßen und glänzend braunen Haselnüssen die Tiere - denn sie finden´s lecker. (Natürlich auch die Zuckerbäcker!)
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Haselnuß - Corylus L. Von 15 Arten kommt nur eine Art, eben die Waldhaselnuß - Corylus avellana in der Au vor. Meist nur bis 5m hoher Strauch, mit vielen Wurzeltrieben.
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Birke |
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![]() Birke - Betula L. Von 40 Arten kommt nur die Hängebirke oder Gew.Sandbirke - Betula pendula, in dieser Au vor. Sie wird bis zu 25m hoch und ihre weiße abrollende Rinde ist allgemein bekannt |
In Skandinavien, wo´s eisig, da schlägt man sich mit Birkenreisig im Saunabad, wo man gern sitzt und froh aus allen Poren schwitzt.
Bei uns, da gleicht zur Frühlingszeit die Birke einer schlanken Maid, die tanzt und die sich ganz vergnügt voll Leichtigkeit im Winde wiegt.
Ihr Pollenflug jedoch - o Graus - löst Heuschnupfen und Fieber aus.
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| Pappel | ||
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Die Pappel überragt den Wald mit majestätischer Gestalt, ist anspruchslos in ihrem Kleid und wächst sehr schnell in kurzer Zeit.
Mit ihren Blättern, ihren vielen, die hängen an sehr feinen Stielen, da zittert sie, sobald sie spürt, ein Windhauch hat sie angerührt.
Doch nicht aus Angst und Furcht - ach wo! - Gott hat sie schon erschaffen so!
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Pappel - Populus L. Von 40 Arten, die sich sehr leicht untereinander kreuzen, kommen 4 leichter erkennbare Arten am Traisen-Lehrpfad vor. Silberpappel - Populus alba: Blattunterseite weißfilzig, rund gewellt, Schwarzpappel - Populus niger: Blätter rhombisch Zitterpappel - Populus tremula: Blätter rund, gekerbt, lang gestielt Graupappel - Populus canescens: eine Kreuzung von Silber- und Zitterpappel, Blattunterseite grau.
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Weide |
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![]() Weiden - Salix L. Davon gibt es gegen 300 Arten, viele Varietäten und Bastarde. Weiß- oder Silberweide - Salix alba: Blattunterseite silberweiß, Lavendelweide - Salix elaeagnos: sehr schmale lange Blätter, Bruchweide -Salix fragilis: einjährige Seitentriebe brechen leicht ab, Lorbeerweide - Salix pentandra: breite stark glänzende Blätter, Bastardweide - Kreuzungsprodukte vieler Weiden untereinander, Es gibt noch andere kleinere Weiden in der Au, die nicht auffallen. |
Im Frühling schmückt ein jedes Plätzchen der Weiden sich mit Weidenkätzchen. Der Laie weiß oft nicht genau ist´s Weidenmann, ist´s Weidenfrau, denn Weiden, die sind zweigeschlechtlich, der Unterschied zwar unbeträchtlich, weil Kätzchen, die uns so entzücken wohl beide Weidenbäume schmücken.
Doch wenn sie sich dann dehnen, strecken, und sich dem Wind entgegenrecken, sind Weibchenblüten grün und schwer, die Männchen gelb und stauben sehr.
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| Wolliger Schneeball | ||
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Der Schnee, des Waldes Winterkleid, taut wieder fort zur Frühlingszeit. Der Schneeball aber, der fängt dann erst richtig schön zu blühen an.
Und wollig nennt man diesen Strauch, weil Zweige, Äste, Blätter auch fein grau behaart und wollig sind, das schützt die Pflanze vor dem Wind, der manchmal noch im Frühling spät recht frostig durch den Auwald weht.
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Schneeball, Schlinge - Viburnum L. Von 100 Arten kommen 2 am Traisen-Lehrpfad vor, Wolliger Schneeball - Viburnum lantana: weiche wollige Blätter, Früchte verschiedenfärbig rot bis schwarz, Gewöhnlicher Schneeball - Viburnum opulus: rote Beeren ähnlich der roten Johannisbeere,. |
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Kirsche |
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![]() Kirsche - Prunus L. Von ca 200 unterschiedlichen Arten, sind 3 am Traisen-Lehrpfad : Traubenkirsche -Prunus padus: oben im Bild, selten Baum bis 17m Vogelkirsche-Prunus avium: Früchte klein, ähnlich d. Gartenkirsche Schlehdorn - Prunus spinosa: |
Japaner feiern jedes Jahr ein Kirschenblütenfest sogar. Nicht Ostern oder Pfingsten - nein! - Es müssen Kirschenblüten sein! Die locken sie in großen Scharen fort aus der Stadt, auf´s Land zu fahren, um unter Kirschen-Blütenbäumen zu picknicken und um zu träumen.
Ich kann das wirklich gut versteh´n, denn Kirschen blühen wunderschön.
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| Holunder | ||
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Der ganz gewöhnliche Holunder steckt eigentlich voll Kraft und Wunder. Schon wenn er blüht, kennt jedermann den feinen Duft und freut sich dran.
Holundertee, Holundersaft, er stärkt die inn´re Abwehrkraft, er putzt und reinigt und befreit uns von den Übeln uns´rer Zeit.
Am allerbesten schmeckt jedoch das süße, schwarze Hollerkoch.
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Holunder - Sambucus L. Von 20 Arten kommt nur eine in der Au vor, der allgemein bekannte Schwarze Holunder - Sambucus nigra: sehr weit verbreitet. |
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Apfel |
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![]() Apfelbaum - Malus Mill. Von 30 Arten und sehr vielen Varietäten stehen einige Bäume am Lehrpfad, welche aber nicht der Wildapfelform entsprechen. Holzapfel - Malus sylvestris: der eigentliche Wildapfel ist ein dichtbuschiger breitkroniger Baum bis 7m Höhe, Früchte kugelig bis4cm breit, gelbrot, essigsauer, Kurztriebe stark verdornt.
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Der Apfelbaum, der strengt sich an, er blüht so schön, wie er nur kann. Und wächst er wild am Waldessaum, beachten ihn die Menschen kaum. Hier wird er nicht gespritzt, gedüngt, beschnitten nicht, und nicht verjüngt. Er wächst zufrieden, froh und still ganz einfach so, wie er es will.
Die Früchte, die er schließlich trägt, sind klein und herb und ungepflegt, sie bleiben, ohne viel Verdruss, den Tieren übrig zum Genuss. |
| Kastanie | ||
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Er ist der reinste Frühlingstraum, der blühende Kastanienbaum! Die Blüten, die ganz aufrecht stehn, sie sind wie Kerzen anzusehn, sie brennen und sie leuchten sehr im dunkelgrünen Blättermeer, umsummt von Tausenden von Bienen, die sich am Blütensaft bedienen. Da scheint´s als ob er singt und lacht, der ganze Baum in seiner Pracht! Und wie schön im Herbst die Früchte sind, das weiß nun wirklich jedes Kind!
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Rosskastanie - Aesculus L. Von 25 Arten in der Au nur 1 weißblühende Art, die Gewöhnliche Rosskastanie - Aesculus hippocastanum: sie ist sehr weit verbreitet und bekannt. Wegen der Früchte im Herbst sehr beliebt, die als Tierfutter verwendet werden
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Linde |
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![]() Linde - Tilia L. Von 30 Arten kommen 2 in der Au vor, neben einigen Bastarden. Winterlinde - Tilia cordata: eine kleinblättrige Linde, sie hat auch kleine eirunde Früchte, blattunterseits rote Haarbüschel bei Nerven, Sommerlinde - Tilia platyphyllos: eine großblättrige Linde, Früchte größer, mit 5 Rippen und filzig, unterseits weiße Haarbüschel. Bastardlinden weisen meistens beide Merkmale auf.
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In alten Zeiten - lang ist´s her, da liebte man die Linden sehr. Im Mittelpunkt vom Dorfgeschehen da mussten immer Linden stehen. Dort trafen heimlich sich die Jungen, dort tanzte man und hat gesungen, und unter Linden, unter alten, da hat man auch Gericht gehalten und manchen Sünder wohl für Stunden an einen Schandpfahl angebunden. Vor hundert Jahren, oder mehr, war´n Linden noch bedeutungsschwer.
Heut denk ich, wenn ich Linden seh´, nur noch an Lindenblütentee. |
| Robinie | ||
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Die Robinie, das sei gesagt, die wächst sehr stolz und unverzagt auf jedem kargen Boden her, das ist für diesen Baum nicht schwer.
Wird sie Akazie genannt, dann ist sie sicher wohlbekannt, denn ihre Blüten - wie gemein - die tauchen wir in Teig hinein und backen sie schön bräunlich aus für einen süßen Mittagsschmaus. Das ist ein wahres Gaumenfest! (Die Stängel lassen wir als Rest.)
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Robinie, Scheinakazie - Robinia L. 1620 von Amerika nach Europa gebracht, von 20 Arten 1 in der Au. Robinie, Scheinakazie - Robinia pseudoacacia: bis 25m hoher Baum, überall verwildert und schwer auszurotten. Holz sehr haltbar, da in Europa keine Schädlinge auftreten.
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Spindelbaum |
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![]() Spindelbaum - Evonymus L. Etwa 170 Arten, eine davon am Traisen-Lehrpfad in der Au, Europäischer Spindelbaum, Paffenhütchen - Evonymus europaeus: Blüten unscheinbar grün, Früchte leuchtend rot mit orangefarb. Kern. Holz hart und zäh, wurde früher für Webspindeln verwendet, daher der Name. 2 jähr. Triebe mit 4 Längs-Korkleisten, daher 4-eckig.
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Der Spindelbaum, das weiß man auch, ist eigentlich ja nur ein Strauch. Ein Strauch, den sicher jeder kennt, wenn man ihn Pfarrerkapperl nennt. Weil seine Früchte nämlich gleichen den eingedrückten, runden, weichen Käppchen, die die Pfarrer tragen.
Doch sind sie bunt, das muss man sagen. Orange und gelb, so leuchtet´s weit im Spindelbaum zur Reifezeit. Die Früchtchen gibt es Jahr für Jahr zum Hochgenuss der Vogelschar. |
| Götterbaum | ||
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Man merkt es schon nach kurzer Frist, dass dieser Baum ein Fremdling ist. Er kam von China einst herbei und aus der tiefen Mongolei. Man holte ihn, in kleinen Zahlen, in uns´re Gärten, um zu prahlen!
Doch war er bald hier wie zu Haus und breitete sich tüchtig aus. Er blüht und wächst und er gedeiht in ganz Europa nun zur Zeit. Denn Luftverschmutzung, Abgas-Graus, das stört ihn nicht, das hält er aus. Sollt´unser Wald zugrunde gehn, der Götterbaum wird´s überstehn.
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Götterbaum - Ailanthus Desf. Etwa 15 Arten, eine davon in der Au weit verbreitet und wird als Unkraut im Forstbetrieb sehr lästig.Produziert sehr viele Samen und abgeschnitten entwickeln die Wurzeln unzählige neue Pflanzen, die alles überwuchern. Das ist der Drüsige Götterbaum - Ailanthus altissima: große oft bis zu 1m lange Fiederblätter, am Grund der Fiederblättchen sitzen kleine Drüsen, daher der Name.
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Kreuzdorn |
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![]() Kreuzdorn - Rhamnus L. Ca 150 Arten, eine davon in der Au heimisch, Gewöhnlicher Kreuzdorn - Rhamnus catharticus: ein stacheliger Strauch mit unscheinbaren grünen Blüten, Beeren schwarz glänzend in Büscheln, leicht giftig und abführend.
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Der Kreuzdorn wächst recht unterschiedlich. Als Strauch im Wald, da ist er friedlich, doch hat er wo ein wenig Raum, so streckt er sich und wird ein Baum. Die Blüten, unscheinbar und klein, sie duften angenehm und fein. Die Frucht jedoch, die hat´s in sich, denn sie ist schwarz und bitterlich.
Doch ist ein Mensch in Pein und Not, weil seinem Leib Verstopfung droht, dann schluckt er Kreuzdorn-Beeren runter, und wird bald wieder leicht und munter. |
| Kiefer | ||
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Die Kiefernbäume werden groß, sie sind bescheiden, anspruchslos, gedeih´n auf Schotter und auf Lehm, ihr Holz, das duftet angenehm.
Ja, früher hat man oft die Welt mit einem Kienspan nur erhellt, und hat die Fackel angezündet, damit man nachts nach Hause findet. So wichtig war das Kiefernholz!
Auch heute sind wir noch recht stolz, wenn wir den edlen Bernstein tragen, zu dem wir „Kieferntränen“ sagen.
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Gemeine Kiefer, Föhre - Pinus sylvestris L. Eine von 90 verschiedenen Arten, mit riesiger Verbreitung. Bis 40 m hoher Baum. In der Jugend kegelförmig, später breite, schirmförmige Krone. Zahlreiche Wuchsformen. Stamm meist gerade, aber auch verdreht. Freistehend oft sehr malerisch. Rinde in der Jugend hellbraun und abblätternd.
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Esche |
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![]() Esche - Fraxinus L. Von den 60 bis 70 Arten ist die Gewöhnliche Esche – Fraxinus excelsior wohl neben den Pappeln der häufigste Baum in der Au. Der Stamm ist gerade und bis 40m hoch, die Knospen auffallend schwarz , die Rinde mit charakteristischen oft handtellergroßen Aufrauungen, den sogenannten Rindenrosen, in welchen der Große- und der Kleine-Eschenbastkäfer überwintern.
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Die Eschen nennt man allgemein „gewöhnlich“ oder auch „gemein“. Dabei sind Eschen wunderschön und recht erfreulich anzuseh´n. Doch weil sie häufig sind und schlicht, beachtet man sie leider nicht.
Im Winter, wenn die Esche kahl, erkennt man sie auf jeden Fall. Man sieht an ihrer Zweige Spitzen die dunkelschwarzen Knospen sitzen, als hätte ihnen jemand jetzt ganz kleine Käppchen aufgesetzt. Da weiß man schon: dies ist die fesche, gewöhnliche, gemeine Esche. |
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Nuss |
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In manchen Dörfern kann man sehn den Nussbaum hinterm Wirtshaus stehn. Dort sitzen gern im Sommer Gäste, dort trinken sie und essen feste. Drum lobt der Wirt in hohen Tönen den alten Schattenbaum, den schönen. Die Wirtin ist auf Nüsse stolz, der Förster lobt das harte Holz, der Tischler lobt die Nussfurnier (die Gäste mehr das kühle Bier!). Ein jeder sieht - ist das nicht witzig? - den Baum nur völlig eigennützig.
Ich, seh´ ich ihn im Auwald steh´n, ich lob ihn auch, denn er ist schön!
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![]() Nussbaum - Juglans L. Von 15 Arten sind 2 in der Au zu finden. Walnussbaum - Juglans regia: Mark der jungen Zweige gefächert, die Nüsse sind bekannt, doch wird diese niemand finden, denn sie sind für verschiedene Vögel ein Leckerbissen. Schwarznuss - Juglans nigra: im Wuchs größer, bis 50m, Mark ebenfalls gefächert, die Nüsse aber sind nicht zu knacken, daher auch Steinnuss genannt, es werden daraus Knöpfe erzeugt. |
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Maulbeere |
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Maulbeerbaum - Morus L. Von etwa 12 Arten ist ein junger Baum am Traisen-Lehrpfad zu sehen, und zwar der Schwarze Maulbeerbaum - Morus nigra: leider hat er zu wenig freien Raum, der Same wurde wohl von Vögeln verschleppt.
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Die Maulbeerbäume sind schon selten, weil sie bei uns jetzt nichts mehr gelten. Ja, früher wurde unentwegt der Baum gepflanzt, geschützt, gepflegt, weil Seidenraupen ja in Massen vom Maulbeerbaum die Blätter fraßen.
Doch seit man Strumpf- und Kleiderpracht aus Nylon statt aus Seide macht, braucht man den hübschen Baum nicht mehr und man vermisst ihn auch nicht sehr. |
| Eberesche | ||
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Die Eberesche kann man leiden, sie steht am Waldrand ganz bescheiden. Sie wächst nicht hoch, sie wird nicht breit, sie wartet still auf ihre Zeit.
Die kommt im frühen Herbst. Und dann schaut euch die Eberesche an! Sie leuchtet schon von weitem her korallenrot und früchteschwer. Die Vögel finden dieses toll und fressen sich die Bäuche voll, und tragen gleich mit jedem Schmatz die Samen fort von diesem Platz, wohl in der ganzen Welt herum. (Die Eberesche ist nicht dumm!)
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Gewöhnliche Eberesche, Vogelbeere – Sorbus aucuparia: Die einzige von ca 80 Arten am Traisen-Lehrpfad, bis 15m hoch, Fiederblätter scharf gesägt, Blüten in großen weißen Dolden, stark duftend, Beeren im Herbst rote Dolden, bleiben im Winter am Baum, beliebtes Winterfutter der Vögel.
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Ahorn |
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![]() Ahorn - Acer L. Etwa 150 Arten, davon 4 am Traisen-Lehrpfad , Feldahorn - Acer campestre: junge Triebe mit Korkleisten, bis 15m, Spitzahorn -Acer platanoides:Blattlappen spitz, Blatt dünn, bis 30m, Bergahorn - Acer pseudoplatanus: Rinde abblätternd, bis 40m hoch, Eschenahorn - Acer negundo: einziger Ahorn mit Fiederblättern und zweihäusig, männl. und weibl.Blüten auf getrennten Bäumen.
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Der Ahorn, der, vom Wind bewegt, nur unscheinbare Blüten trägt, der wächst schön grün im Sonnenlicht. Sein Holz ist weiß, der Baum ist schlicht.
Wenn aber dann der Herbst einzieht, der Baum in hellen Farben glüht! Orange und gelb und golden bald, so leuchtet Ahornlaub im Wald. Da ist der Baum nicht mehr bescheiden, da lässt er sich ganz gern beneiden, als rufe er zum Himmel hin: „Seht alle her, wie schön ich bin!“ |
| Weißdorn | ||
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Das weiß man schon seit alter Zeit, dass Weißdornsaft von Leid befreit. Ob Blüten, Früchte, Blättergrün, der ganze Strauch ist Medizin.
Das Blut wird dünn, das Herz klopft leicht, das ist gewiss und unerreicht. Doch dass die Alten er verjüngt, das glaub ich nicht so unbedingt.
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Eingriffel-Weißdorn - Crataegus monogyna Einziger von über tausend Arten am Traisen-Lehrpfad. Dorniger Strauch mit hellgrauer Rinde und 3-7 lappigen Blättern. Blüten weiße, duftende Doldenrispen, Einzelblüte mit nur einem Griffel. Früchte rot, genießbar, schmecken mehlig.
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Eschenahorn |
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![]() Eschenahorn - Acer negundo L. Einziger Ahorn mit Fiederblättern, 3-5 fiedrig, wobei im Herbst zuerst die Fiederblätter und dann erst der Blattstängel abfällt, bis 30m Höhe, Blätter sind normal grün. Bäume 2-häusig = männl. und weibl. Blüten auf getrennten Bäumen, somit die Früchte im Herbst nur auf weiblichen Bäumen und diese bleiben auch über den Winter am Baum. Die Rinde der einjährigen Langtriebe ist im Herbst und über den Winter blau bereift.
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Der Eschenahorn der kommt ja zu uns aus Nordamerika. Er hat grün-weiß gefleckte Blätter, die glänzend sind bei Regenwetter. Die Blüten hängen dicht und munter in Büscheln an den Zweigen runter.
Jedoch, wie man´s von Weiden kennt, streng zweigeschlechtlich und getrennt an Bäumen, die im Walde steh´n und die sich nur von weitem seh´n. Sie schicken, weil sie einsam sind, sich Liebesgrüße mit dem Wind. |
| Sauerdorn | ||
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Der Strauch, der heißt auch Berberitze und seine Früchte, die sind Spitze! Zwar sauer, doch voll Vitaminen, die unserer Gesundheit dienen.
Jedoch, wie es bei ihm so Brauch, der Sauerdorn hat Dornen auch. Da wehrt er sich, will man ihn plündern, jedoch er kann es nicht verhindern. Die Vögel fressen seine Beeren und helfen ihm, sich zu vermehren.
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Sauerdorn, Berberitze - Berberis vulgaris L. Die Gewöhnliche Berberitze ist eine von ca 200 Arten, die auch in der Au wächst. Sie ist relativ selten, da sie früher als Zwischenwirt der Schwarzen Rüben- und Bohnenlaus ausgehackt wurde. Die Triebe haben seitlich des Blattansatzes je einen Stachel, die Blüten sind schöne, gelbe Trauben, die Früchte sind genießbar und schmecken säuerlich.
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Hainbuche |
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![]() Weißbuche, Hainbuche - Carpinus betulus L. Von ca 26 Arten eine am Traisen-Lehrpfad, Blätter leicht gefaltet, bleiben auch über den Winter größtenteils am Baum. Früchte sitzen auf einem 3-lappigen Deckblatt. Es ist das härteste Holz in unseren Breiten und wurde früher für Tischlerhobel verwendet.
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Die Hainbuche - nur so genannt - ist mit der Buche nicht verwandt, viel eher mit dem Birkenbaum: Sie steht recht gern am Waldessaum, auch eignet sie sich gut für Hecken, das Haus dahinter zu verstecken. Die Blätter hängen lederbraun im Winter noch am Gartenzaun. In diesem festen Baumgeäst da bauen Vögel gern ihr Nest und fangen froh zu singen an. Wir hören zu und freu´n uns dran!
Die Hainbuche ist treu und bieder, man holzt sie ab, doch wächst sie wieder.
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| Roter Hartriegel | ||
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Warum die Menschen ihn so nennen, kann man im Winter gut erkennen. Wenn alle Bäume in der Au nur braun sind oder dunkelgrau, berührt sie uns ein bisschen eigen, die rote Rinde an den Zweigen vom Hartriegel. Zwar kahl und leer, doch leuchtet sie ganz seltsam her, als hätte wer die Äste halt mit roter Farbe angemalt.
Im Sommer, wenn der Strauch sich regt und Blätter, Blüten, Früchte trägt, ist seine Rinde auch wie Blut, doch sieht man es nicht mehr so gut
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Roter Hartriegel - Cornus sanguinea L. Von 40-50 Arten kommt der Rote Hartriegel als einziger am Lehrpfad vor, die Rinde der 1-2jährigen Triebe verfärbt sich auf der sonnenbeschienenen Seite rot, während sie auf der gegenüberliegenden Seite grün bleibt, daher der Name. Blüten weiß in kleinen Dolden, oft noch im Herbst. Beeren schwarz, nicht essbar. .
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Eiche |
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![]() Stiel- oder Sommereiche - Quercus robur L. Von ca 280 Arten ist die Stieleiche die einzige die am Traisen-Lehrpfad vorkommt. Die Blätter sind kurz gestielt und haben am Blattgrund beiderseits eine ohrläppchenförmige Ausbuchtung. Die Früchte sitzen mit ihren Bechern zu mehreren auf einem langen Stiel. Diese Bäume werden über 30m hoch und über 1000 Jahre alt.
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Mit unsern schönen, stolzen Eichen kann sich kein and´rer Baum vergleichen. Er wächst sehr langsam und fängt dann mit fünfzig erst zu blühen an. Doch trotzt er jeder Sturmgewalt und wird fast tausend Jahre alt.
Wie unbedeutend und wie klein müsste der Mensch für Eichen sein! Doch statt in Ehrfurcht und bescheiden, kommt er nur, um sie um zu schneiden. |
| Erle | ||
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Wer steht schon - es ist nicht zu fassen - mit seinen Füßen gern im Nassen?
Die Erle ist´s, denn sie kommt vor am Bachrand und im dunklen Moor. Wenn graue Nebel sie umwallen, das scheint ihr richtig zu gefallen, da wandelt sich der nette Baum zu einem Alp-Gespenstertraum und spukt gar wild und geistergleich durch Krimis und durch´s Märchenreich. Selbst Goethe gruselt es nicht wenig, als er einst schrieb den Erlkönig.
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Erle - Alnus Mill. Von etwa 30 Arten sind die zwei folgenden am Traisen-Lehrpfad: Schwarzerle -Alnus glutinosa: wird bis zu 30m hoch, hat eine dunkle fast schwarze Rinde, Blätter an der Spitze meist eingekerbt, Weiß- oder Grauerle - Alnus incana: wird nur bis 20m hoch, hat eine graue Rinde, Blätter spitz, unterseits weißlichgrau.
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Schlehdorn |
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![]() Schlehdorn, Schwarzdorn - Prunus spinosa L. Bis 4m hoher dorniger Strauch, selten ein Baum. Blätter bis 5cm lang, gesägt, Blüten kurz vor Laubausbruch, bis 1.5cm breit, weiß, in großen Mengen. Früchte kugelig auch bis 1.5cm dick, blauschwarz und blau bereift. Erst nach Frost genießbar.
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Der Schlehdorn ist meist nur ein Strauch, doch in die Au gehört er auch. Bevor die Blätter sich noch zeigen, trägt er schon Blüten an den Zweigen. Da eilen flink herbei die Bienen, um sich am Nektar zu bedienen.
Die Menschen haben nichts dagegen, weil sie die blauen Früchte mögen, und weil sie gerne danach greifen, wenn sie im Herbst dann endlich reifen. Auch wenn die Dornen noch so kratzen, beim „Schleherlschnaps“ hört man sie schmatzen. |
| Platane | ||
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Platanen werden groß und stark, man sieht sie oft in einem Park vor herrschaftlichen Schlössern stehen, den Prunk des Hauses zu erhöhen.
Jedoch im Auwald, der so feucht, hat´s dieser Baum gewiss nicht leicht. Wie schade! Denn man liebt den Wald gar sehr in vielerlei Gestalt.
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Gewöhnliche Platane - Platanus acerifolia Ein junger Baum wurde wie auch noch einige andere eingepflanzt und kommt deswegen nicht natürlich in der Au vor. Er ist einer von 7 verschiedenen Arten und wenn ihm der Standort passt, kann er bis zu 30m hoch werden und eine weit ausladende Krone bekommen. Die Blätter sind ahornförmig, die Früchte hängen in 3cm dicken Kugeln an langen Stielen, die Rinde blättert großflächig ab.
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Fichte |
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![]() Gewöhnliche Fichte oder Rotfichte - Picea abies Eine von etwa 40 in der nördlich gemäßigten Zone des ganzen Erdballes vorkommenden Art. Ein Baum bis 50 m Höhe, mit geradem Stamm, der sich ganz gleichmäßig verjüngt. Alte Bäume (z. B. in den Alpen und Karpaten) haben oft bis 2 m Durchmesser. Freistehend streng kegelförmig.
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Die Fichte voll Bescheidenheit, sie sehnt sich nach der Weihnachtszeit. Wenn sie im Walde, schneebedeckt, die Äste in den Himmel streckt, dann wünscht sie sich in ihrem Traum: „Ach, wär´ ich nur ein Lichterbaum und könnt´ in einer Stube stehen und mich im gold´nen Glanze sehen. Da möchte ich vor allen Dingen der ganzen Welt den Frieden bringen!“
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