Der Fröhliche Auwald

Inhaltsverzeichnis

 Ulme

 Hasel

 Birke

 Pappel

 Weide

 Wolliger Schneeball

 Kirsche

 Holunder

 Apfel

 Kastanie

 Linde

 

 Robinie

 Spindelbaum

 Götterbaum

 Kreuzdorn

 Kiefer

 Esche

 Nuss

 Maulbeerbaum

 Eberesche 

 Ahorn

 

 Weißdorn

 Eschenahorn

 Sauerdorn

 Hainbuche

 Roter Hartriegel

 Eiche

 Erle

 Schlehdorn

 Platane

 Fichte

    

 

 

Ulme

 

Ulme, Rüster - Ulmus L.

Von 45 Arten 3 in Europa, von diesen 2 Arten

im Augebiet:

Flatterulme -Ulmus laevis: bis 30m hoher Baum,

 Samen langgestielt und in der Mitte des Flügels,

Feldulme - Ulmus minor: seltener, ebenfalls bis

30m, meistens nur     Strauch, 1-3 jährige Triebe

mit Korkleisten, Samen am Rand des Flügels.

 

Die Ulme fasst sich bald ein Herz

und blüht bereits im kühlen März.

Ihr rosaroter Blütentraum

ist unscheinbar, man merkt ihn kaum.

Doch kommt es darauf gar nicht an.

Die Ulme hat ihr Werk getan

und streut schon Früchte in den Wind,

wenn and´re am Erwachen sind.

 

Doch sind die Ulmen sehr bedroht

vom Aussterben und Ulmen-Not,

vom sauren Regen, Autogas,

vom Pilzbefall und Käferfraß.

Wir hoffen, dass sie´s überwindet

und nicht bei uns bald ganz verschwindet.

 

Hasel  

 

 

 

 

 

 

 

Kaum weht der erste Frühlingshauch,

da blüht auch schon der Haselstrauch.

Und weil er noch kein einz´ges Blatt

auf seinen Zweigen sitzen hat,

drum hüllt er sich voll Sehnsucht ein

in Blütenstaub und Sonnenschein.

 

Im Herbst erfreut er dann mit süßen

und glänzend braunen Haselnüssen

die Tiere - denn sie finden´s lecker.

(Natürlich auch die  Zuckerbäcker!)

 

Haselnuß - Corylus L.

Von 15 Arten kommt nur eine Art, eben die

Waldhaselnuß - Corylus avellana

in der Au vor. Meist nur bis 5m  hoher  Strauch, 

mit  vielen Wurzeltrieben.

 

 

 

Birke



Birke - Betula L.

Von 40  Arten  kommt nur  die  Hängebirke

oder Gew.Sandbirke - Betula pendula, in dieser

Au vor. Sie wird bis zu 25m  hoch  und ihre

weiße abrollende Rinde ist allgemein bekannt

 

 

 

 

 

 

 In Skandinavien, wo´s eisig,

 da schlägt man sich mit Birkenreisig

 im Saunabad, wo man gern sitzt

 und froh aus allen Poren schwitzt.

 

 Bei uns, da gleicht zur Frühlingszeit

 die Birke einer schlanken Maid,

 die tanzt und die sich ganz vergnügt

 voll Leichtigkeit im Winde wiegt.

 

 Ihr Pollenflug jedoch - o Graus -

 löst Heuschnupfen und Fieber aus.

 

 

 

 

 

 

                                                    

 

Pappel  

 

 

 

 

 

 

 

Die Pappel überragt den Wald

mit majestätischer Gestalt,

ist anspruchslos in ihrem Kleid

und wächst sehr schnell in kurzer Zeit.

 

Mit ihren Blättern, ihren vielen,

die hängen an sehr feinen Stielen,

da zittert sie, sobald sie spürt,

ein Windhauch hat sie angerührt.

 

Doch nicht aus Angst und Furcht - ach wo! -

Gott hat sie schon erschaffen so!

 

Pappel - Populus L.

Von  40  Arten, die  sich  sehr leicht untereinander

 kreuzen, kommen 4 leichter erkennbare Arten am

Traisen-Lehrpfad vor.

Silberpappel - Populus alba: Blattunterseite

weißfilzig, rund gewellt,

Schwarzpappel - Populus niger: Blätter rhombisch

Zitterpappel  -  Populus tremula:  Blätter rund,

gekerbt, lang gestielt

Graupappel  -  Populus canescens:  eine Kreuzung 

von  Silber-  und Zitterpappel, Blattunterseite grau.

 

 

 

Weide

 

Weiden - Salix L.

Davon   gibt  es  gegen  300  Arten,   viele 

Varietäten  und  Bastarde.

Weiß-  oder Silberweide   -  Salix  alba:  

Blattunterseite  silberweiß,

Lavendelweide   -  Salix   elaeagnos:   sehr  

schmale  lange  Blätter,

Bruchweide -Salix fragilis: einjährige Seitentriebe

brechen leicht ab,

Lorbeerweide   -  Salix  pentandra:  breite  stark 

glänzende  Blätter,

Bastardweide  -  Kreuzungsprodukte  vieler 

Weiden  untereinander,

Es gibt noch andere kleinere Weiden in der Au, 

die  nicht auffallen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Im Frühling schmückt ein jedes Plätzchen

der Weiden sich mit Weidenkätzchen.

Der Laie weiß oft nicht genau

ist´s Weidenmann, ist´s Weidenfrau,

denn Weiden, die sind zweigeschlechtlich,

der Unterschied zwar unbeträchtlich,

weil Kätzchen, die uns so entzücken

wohl beide Weidenbäume schmücken.

 

Doch wenn sie sich dann dehnen, strecken,

und sich dem Wind entgegenrecken,

sind Weibchenblüten grün und schwer,

die Männchen gelb und stauben sehr.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

                                                

 

 

Wolliger Schneeball  

 

 

 

 

 

 

Der Schnee, des Waldes Winterkleid,

taut wieder fort zur Frühlingszeit.

Der Schneeball aber, der fängt dann

erst richtig schön zu blühen an.

 

Und wollig nennt man diesen Strauch,

weil Zweige, Äste, Blätter auch

fein grau behaart und wollig sind,

das schützt die Pflanze vor dem Wind,

der  manchmal noch im Frühling spät

recht frostig durch den Auwald weht.

 

 

 

 

 

 

Schneeball, Schlinge - Viburnum L.

Von 100 Arten kommen 2 am Traisen-Lehrpfad  vor,

Wolliger Schneeball  - Viburnum  lantana: 

weiche  wollige  Blätter,

Früchte verschiedenfärbig rot bis schwarz,

Gewöhnlicher Schneeball  -  Viburnum  opulus:

rote Beeren ähnlich der roten Johannisbeere,.

 

 

Kirsche

 

Kirsche - Prunus L.

Von ca 200 unterschiedlichen Arten, sind 3 am

Traisen-Lehrpfad  :

Traubenkirsche -Prunus padus: oben im Bild,

selten Baum  bis 17m

Vogelkirsche-Prunus avium: Früchte klein,

ähnlich d. Gartenkirsche

Schlehdorn - Prunus spinosa:

 

 

 

 

 

 

 

Japaner feiern jedes Jahr

ein Kirschenblütenfest sogar.

Nicht Ostern  oder Pfingsten - nein! -

Es müssen Kirschenblüten sein!

Die locken sie in großen Scharen

fort aus der Stadt, auf´s Land zu fahren,

um unter Kirschen-Blütenbäumen

zu picknicken und um zu träumen.

 

Ich kann das wirklich gut versteh´n,

denn Kirschen blühen wunderschön.

 

 

 

 

 

 

 

                                                    

                                                   

 

Holunder  

 

 

 

 

 

Der ganz gewöhnliche Holunder

steckt eigentlich voll Kraft und Wunder.

Schon wenn er blüht, kennt jedermann

den feinen Duft und freut sich dran.

 

Holundertee, Holundersaft,

er stärkt die inn´re Abwehrkraft,

er putzt und reinigt und befreit

uns von den Übeln uns´rer Zeit.

 

Am allerbesten schmeckt jedoch

das süße, schwarze Hollerkoch.

 

Holunder - Sambucus L.

Von 20 Arten kommt nur eine in der Au vor, der

allgemein  bekannte

Schwarze Holunder - Sambucus nigra: sehr weit

verbreitet.

 

 

 

Apfel

 

Apfelbaum - Malus Mill.

Von 30  Arten  und  sehr  vielen Varietäten  stehen

einige Bäume am Lehrpfad, welche aber nicht der

Wildapfelform entsprechen.

Holzapfel   -   Malus   sylvestris:   der  eigentliche 

Wildapfel  ist  ein dichtbuschiger breitkroniger

Baum bis 7m Höhe, Früchte kugelig bis4cm breit,

gelbrot, essigsauer, Kurztriebe stark verdornt.

 

Der Apfelbaum, der strengt sich an,

er blüht so schön, wie er nur kann.

Und wächst er wild am Waldessaum,

beachten ihn die Menschen kaum.

Hier wird er nicht gespritzt, gedüngt,

beschnitten nicht, und nicht verjüngt.

Er wächst zufrieden, froh und still

ganz einfach so, wie er  es will.

 

Die Früchte, die er schließlich trägt,

sind klein und herb und ungepflegt,

sie bleiben, ohne viel Verdruss,

den Tieren übrig zum Genuss.

 

Kastanie  

 

 

 

 

 

Er ist der reinste Frühlingstraum,

der blühende Kastanienbaum!

Die Blüten, die ganz aufrecht stehn,

sie sind wie Kerzen anzusehn,

sie brennen und sie leuchten sehr

im dunkelgrünen Blättermeer,

umsummt von Tausenden von Bienen,

die sich am Blütensaft bedienen.

Da scheint´s als ob er singt und lacht,

der ganze Baum in seiner Pracht!

Und

wie schön im Herbst die Früchte sind,

das weiß nun wirklich jedes Kind!

 

Rosskastanie - Aesculus L.

Von 25 Arten in der Au  nur 1  weißblühende  Art, 

die Gewöhnliche Rosskastanie -

Aesculus hippocastanum:

sie ist sehr weit verbreitet und bekannt.

Wegen der Früchte im Herbst sehr beliebt,

die als Tierfutter verwendet werden

 

 

 

Linde

 

Linde - Tilia L.

Von 30 Arten  kommen 2 in der  Au  vor,  neben 

einigen  Bastarden.

Winterlinde - Tilia cordata:  eine  kleinblättrige 

Linde,  sie hat auch kleine eirunde Früchte,

blattunterseits rote  Haarbüschel  bei  Nerven,

Sommerlinde - Tilia platyphyllos: eine

großblättrige  Linde,  Früchte größer,  mit 

5  Rippen   und   filzig,  unterseits  weiße  

Haarbüschel. Bastardlinden weisen meistens

beide Merkmale auf.

 

  In alten Zeiten - lang ist´s her,

  da liebte man die Linden sehr.

  Im Mittelpunkt vom Dorfgeschehen

  da mussten immer Linden stehen.

  Dort trafen heimlich sich die Jungen,

  dort tanzte man und hat gesungen,

  und unter Linden, unter alten,

  da hat man auch Gericht gehalten

  und manchen Sünder wohl für Stunden

  an einen Schandpfahl angebunden.

  Vor hundert Jahren, oder mehr,

  war´n Linden noch bedeutungsschwer.

 

  Heut denk ich, wenn ich Linden seh´,

  nur noch an Lindenblütentee.

 

Robinie  

 

 

 

 

 

Die Robinie, das sei gesagt,

die wächst sehr stolz und unverzagt

auf jedem kargen Boden her,

das ist für diesen Baum nicht schwer.

 

Wird sie Akazie genannt,

dann ist sie sicher wohlbekannt,

denn ihre Blüten - wie gemein -

die tauchen wir in Teig hinein

und backen sie schön bräunlich aus

für einen süßen Mittagsschmaus.

Das ist ein wahres Gaumenfest!

(Die Stängel lassen wir als Rest.)

 

Robinie, Scheinakazie - Robinia L.

1620 von Amerika nach Europa gebracht, 

von 20 Arten 1 in  der Au.

Robinie, Scheinakazie - Robinia pseudoacacia:

bis 25m hoher Baum, überall verwildert und schwer

auszurotten. Holz sehr haltbar, da in

 Europa keine Schädlinge auftreten.

 

 

 

Spindelbaum

 

Spindelbaum - Evonymus L.

Etwa 170 Arten, eine davon am Traisen-Lehrpfad 

in der Au,

Europäischer Spindelbaum, Paffenhütchen -

Evonymus europaeus: Blüten unscheinbar grün,

Früchte leuchtend rot mit orangefarb. Kern.

Holz hart und zäh, wurde früher für Webspindeln

verwendet, daher der Name. 2 jähr. Triebe mit

4 Längs-Korkleisten, daher 4-eckig.

 

Der Spindelbaum, das weiß man auch,

ist eigentlich ja nur ein Strauch.

Ein Strauch, den sicher jeder kennt,

wenn man ihn Pfarrerkapperl nennt.

Weil seine Früchte nämlich gleichen

den eingedrückten, runden, weichen

Käppchen, die die Pfarrer tragen.

 

Doch sind sie bunt, das muss man sagen.

Orange und gelb, so leuchtet´s weit

im Spindelbaum zur Reifezeit.

Die Früchtchen  gibt es Jahr für Jahr

zum Hochgenuss der Vogelschar.

 

Götterbaum  

 

 

 

 

Man merkt es schon nach kurzer Frist,

dass dieser Baum ein Fremdling ist.

Er kam von China einst herbei

und aus der tiefen Mongolei.

Man holte ihn, in kleinen Zahlen,

in uns´re Gärten, um zu prahlen!

 

Doch war er bald hier wie zu Haus

und breitete sich tüchtig aus.

Er blüht und wächst und er gedeiht

in ganz Europa nun zur Zeit.

Denn Luftverschmutzung, Abgas-Graus,

das stört ihn nicht, das hält er aus.

Sollt´unser Wald zugrunde gehn,

der Götterbaum wird´s überstehn.

 

Götterbaum - Ailanthus Desf.

Etwa 15 Arten, eine davon in der Au weit

verbreitet und wird als Unkraut im Forstbetrieb

sehr lästig.Produziert sehr viele Samen und

abgeschnitten entwickeln die Wurzeln unzählige

neue Pflanzen, die alles überwuchern.

Das ist der Drüsige Götterbaum -

Ailanthus altissima: große oft bis zu 1m lange

Fiederblätter, am  Grund der Fiederblättchen

sitzen kleine Drüsen, daher der Name.

 

 

 

Kreuzdorn

 

Kreuzdorn - Rhamnus L.

Ca 150 Arten, eine davon in der Au heimisch,

Gewöhnlicher Kreuzdorn - Rhamnus catharticus:

ein stacheliger Strauch mit unscheinbaren grünen

Blüten, Beeren  schwarz  glänzend  in  Büscheln, 

 leicht  giftig  und  abführend.

 

 

 

  Der Kreuzdorn wächst recht unterschiedlich.

  Als Strauch im Wald, da ist er friedlich,

  doch hat er wo ein wenig Raum,

  so streckt er sich und wird ein Baum.

  Die Blüten, unscheinbar und klein,

  sie duften angenehm und fein.

  Die Frucht jedoch, die hat´s in sich,

  denn sie ist schwarz und bitterlich.

 

  Doch ist ein Mensch in Pein und Not,

  weil seinem Leib Verstopfung droht,

  dann schluckt er Kreuzdorn-Beeren runter,

  und wird bald wieder leicht und munter.

 

Kiefer  

 

 

 

 

Die Kiefernbäume werden groß,

sie sind bescheiden, anspruchslos,

gedeih´n auf Schotter und auf Lehm,

ihr Holz, das duftet angenehm.

 

Ja, früher hat man oft die Welt

mit einem Kienspan nur erhellt,

und hat die Fackel angezündet,

damit man nachts nach Hause findet.

So wichtig war das Kiefernholz!

 

Auch heute sind wir noch recht stolz,

wenn wir den edlen Bernstein tragen,

zu dem wir „Kieferntränen“ sagen.

 

Gemeine Kiefer, Föhre - Pinus sylvestris L.

Eine  von   90    verschiedenen   Arten,    mit  

riesiger  Verbreitung. Bis 40 m hoher Baum. 

In der Jugend kegelförmig,  später breite,

schirmförmige Krone. Zahlreiche Wuchsformen.

Stamm meist gerade, aber auch verdreht. 

Freistehend oft sehr malerisch. Rinde in der

Jugend hellbraun und abblätternd.

 

 

 

Esche

 

Esche - Fraxinus L.

Von den 60 bis 70 Arten ist die

Gewöhnliche Esche – Fraxinus excelsior

wohl neben den Pappeln der häufigste Baum

in der Au. Der Stamm ist gerade und bis 40m

hoch, die Knospen auffallend schwarz , 

die Rinde mit  charakteristischen  oft 

handtellergroßen Aufrauungen, den

sogenannten Rindenrosen, in welchen der

Große- und der Kleine-Eschenbastkäfer

überwintern.

 

 

 

 

  Die Eschen nennt man allgemein

  „gewöhnlich“ oder auch „gemein“.

  Dabei sind Eschen wunderschön

  und recht erfreulich anzuseh´n.

  Doch weil sie häufig sind und schlicht,

  beachtet man sie leider nicht.

 

  Im Winter, wenn die Esche kahl,

  erkennt man sie auf jeden Fall.

  Man sieht an ihrer Zweige Spitzen

  die dunkelschwarzen Knospen sitzen,

  als hätte ihnen jemand jetzt

  ganz kleine Käppchen aufgesetzt.

  Da weiß man schon: dies ist die fesche,

  gewöhnliche, gemeine Esche.

 

 

Nuss

 

 

 

 

 

 

In manchen Dörfern kann man sehn

den Nussbaum hinterm Wirtshaus stehn.

Dort sitzen gern im Sommer Gäste,

dort trinken sie und essen feste.

Drum lobt der Wirt in hohen Tönen

den alten Schattenbaum, den schönen.

Die Wirtin ist auf Nüsse stolz,

der Förster lobt das harte Holz,

der Tischler lobt die Nussfurnier

(die Gäste mehr das kühle Bier!).

Ein jeder sieht - ist das nicht witzig? -

den Baum nur völlig eigennützig.

 

Ich,  seh´ ich ihn im Auwald steh´n,

ich lob ihn auch, denn er ist schön!

 

 

Nussbaum - Juglans L.

Von 15 Arten sind 2 in der Au zu finden.

Walnussbaum - Juglans regia: Mark der jungen

 Zweige gefächert, die Nüsse sind bekannt, doch

 wird diese niemand finden, denn sie sind für

 verschiedene Vögel ein Leckerbissen.

Schwarznuss - Juglans nigra: im Wuchs größer,

 bis 50m, Mark ebenfalls gefächert, die Nüsse

aber sind nicht zu knacken, daher auch Steinnuss

genannt, es werden daraus Knöpfe  erzeugt.

 

 

Maulbeere

 

Maulbeerbaum - Morus L.

Von etwa 12 Arten ist  ein junger Baum am

Traisen-Lehrpfad zu sehen, und zwar der

Schwarze Maulbeerbaum - Morus nigra: leider

hat er zu wenig freien Raum, der Same wurde

wohl von Vögeln verschleppt.

 

  Die Maulbeerbäume sind schon selten,

  weil sie bei uns jetzt nichts mehr gelten.

  Ja, früher wurde unentwegt

  der Baum gepflanzt, geschützt, gepflegt,

  weil Seidenraupen ja in Massen

  vom Maulbeerbaum die Blätter fraßen.

 

  Doch seit man Strumpf- und Kleiderpracht

  aus Nylon statt aus Seide macht,

  braucht man den hübschen Baum nicht mehr

  und man vermisst ihn auch nicht sehr.

 

Eberesche  

 

 

 

Die Eberesche kann man leiden,

sie steht am Waldrand ganz bescheiden.

Sie wächst nicht hoch, sie wird nicht breit,

sie wartet still auf ihre Zeit.

 

Die kommt im frühen Herbst. Und dann

schaut euch die Eberesche an!

Sie leuchtet schon von weitem her

korallenrot und früchteschwer.

Die Vögel finden dieses toll

und fressen sich die Bäuche voll,

und tragen gleich mit jedem Schmatz

die Samen fort von diesem Platz,

wohl in der ganzen Welt herum.

(Die Eberesche ist nicht dumm!)

 

Gewöhnliche Eberesche, Vogelbeere

 Sorbus aucuparia: Die einzige von ca 80 Arten

am Traisen-Lehrpfad, bis 15m hoch, Fiederblätter

scharf gesägt, Blüten in großen weißen Dolden,

stark duftend, Beeren im Herbst rote Dolden,

bleiben im Winter am Baum, beliebtes

Winterfutter der Vögel.

 

 

 

Ahorn

 

Ahorn - Acer L.

Etwa 150 Arten, davon 4 am Traisen-Lehrpfad ,

Feldahorn - Acer campestre: junge Triebe mit

Korkleisten, bis 15m,

Spitzahorn -Acer platanoides:Blattlappen spitz,

Blatt dünn, bis 30m,

Bergahorn - Acer pseudoplatanus: Rinde

abblätternd, bis 40m hoch,

Eschenahorn - Acer negundo: einziger Ahorn

mit Fiederblättern und zweihäusig, männl. und

weibl.Blüten auf getrennten Bäumen.

 

 

  Der Ahorn, der, vom Wind bewegt,

  nur unscheinbare Blüten trägt,

  der wächst schön grün im Sonnenlicht.

  Sein Holz ist weiß, der Baum ist schlicht.

 

  Wenn aber dann der Herbst einzieht,

  der Baum in hellen Farben glüht!

  Orange und gelb und golden bald,

  so leuchtet Ahornlaub im Wald.

  Da ist der Baum nicht mehr bescheiden,

  da lässt er sich ganz gern beneiden,

  als rufe er zum Himmel hin:

  „Seht alle her, wie schön ich bin!“

 

Weißdorn  

 

 

 

 

 

 

 

Das weiß man schon seit alter Zeit,

dass Weißdornsaft von Leid befreit.

Ob Blüten, Früchte, Blättergrün,

der ganze Strauch ist Medizin.

 

Das Blut wird dünn, das Herz klopft leicht,

das ist gewiss und unerreicht.

Doch dass die Alten er verjüngt,

das glaub ich nicht so unbedingt.

 

Eingriffel-Weißdorn - Crataegus monogyna

Einziger von über tausend Arten am

Traisen-Lehrpfad.

Dorniger Strauch mit hellgrauer Rinde und 3-7

lappigen Blättern. Blüten weiße, duftende

Doldenrispen, Einzelblüte mit nur einem Griffel.

Früchte rot, genießbar, schmecken mehlig.

 

 

 

Eschenahorn

 

Eschenahorn - Acer negundo L.

Einziger Ahorn mit Fiederblättern, 3-5 fiedrig,

wobei im Herbst zuerst die Fiederblätter und

dann erst der Blattstängel abfällt, bis 30m Höhe,

Blätter sind normal grün. Bäume 2-häusig = männl.

und weibl. Blüten auf  getrennten Bäumen, somit

die Früchte im Herbst  nur auf weiblichen Bäumen

und diese bleiben auch über den Winter am Baum.

Die Rinde der einjährigen Langtriebe ist im Herbst

und über den Winter blau bereift.

 

  Der Eschenahorn der kommt ja

  zu uns aus Nordamerika.

  Er hat grün-weiß gefleckte Blätter,

  die glänzend sind bei Regenwetter.

  Die Blüten hängen dicht und munter

  in Büscheln an den Zweigen runter.

 

  Jedoch, wie man´s von Weiden kennt,

  streng zweigeschlechtlich und getrennt

  an Bäumen, die im Walde steh´n

  und die sich nur von weitem seh´n.

  Sie schicken, weil sie einsam sind,

  sich Liebesgrüße mit dem Wind.

 

Sauerdorn  

 

 

 

 

 

 

Der Strauch, der heißt auch Berberitze

und seine Früchte, die sind Spitze!

Zwar sauer, doch voll Vitaminen,

die unserer Gesundheit dienen.

 

Jedoch, wie es bei ihm so Brauch,

der Sauerdorn hat Dornen auch.

Da wehrt er sich, will man ihn plündern,

jedoch  er  kann es  nicht verhindern.

Die Vögel fressen seine Beeren

und helfen ihm, sich zu vermehren.

 

 

 

Sauerdorn, Berberitze - Berberis vulgaris L.

Die Gewöhnliche Berberitze ist eine von ca 200

Arten, die auch in der Au wächst. Sie ist relativ

selten, da sie früher als Zwischenwirt der Schwarzen

Rüben- und Bohnenlaus ausgehackt wurde.

Die Triebe haben seitlich des Blattansatzes je einen

Stachel, die Blüten sind schöne, gelbe Trauben, die

Früchte sind genießbar und schmecken säuerlich.

 

 

 

Hainbuche

 

Weißbuche, Hainbuche - Carpinus betulus L.

Von ca 26 Arten eine am Traisen-Lehrpfad,

Blätter leicht gefaltet, bleiben auch über den

Winter größtenteils am Baum. Früchte sitzen

auf einem 3-lappigen Deckblatt. Es ist das härteste

Holz in unseren Breiten und wurde früher für

Tischlerhobel verwendet.

 

Die Hainbuche - nur so genannt -

ist mit der Buche nicht verwandt,

viel eher mit dem Birkenbaum:

Sie steht recht gern am Waldessaum,

auch eignet sie sich gut für Hecken,

das Haus dahinter zu verstecken.

Die Blätter hängen lederbraun

im Winter noch am Gartenzaun.

In diesem festen Baumgeäst

da bauen Vögel gern ihr Nest

und fangen froh zu singen an.

Wir hören zu und freu´n uns dran!

 

Die Hainbuche ist treu und bieder,

man holzt sie ab, doch wächst sie wieder.

 

 

 

 

 

Roter Hartriegel  

 

 

 

 

Warum die Menschen ihn so nennen,

kann man im Winter gut erkennen.

Wenn alle Bäume in der Au

nur braun sind oder dunkelgrau,

berührt sie uns ein bisschen eigen,

die rote Rinde an den Zweigen

vom Hartriegel. Zwar kahl und leer,

doch leuchtet sie ganz seltsam her,

als hätte wer die Äste halt

mit roter Farbe angemalt.

 

Im Sommer, wenn der Strauch sich regt

und Blätter, Blüten, Früchte trägt,

ist seine Rinde auch wie Blut,

doch sieht man es nicht mehr so gut

 

 

 

 

Roter Hartriegel - Cornus sanguinea L.

Von 40-50 Arten kommt der Rote Hartriegel als

einziger am Lehrpfad vor, die Rinde der 1-2jährigen

Triebe verfärbt sich auf der sonnenbeschienenen

Seite rot, während sie auf der gegenüberliegenden

Seite grün bleibt, daher der Name. Blüten weiß in

kleinen Dolden, oft noch im Herbst. Beeren

schwarz, nicht essbar.

.

 

 

 

Eiche

 

Stiel- oder Sommereiche - Quercus robur L.

Von ca 280 Arten ist die Stieleiche die einzige

die am Traisen-Lehrpfad vorkommt. Die Blätter

sind kurz gestielt und haben am Blattgrund

beiderseits eine ohrläppchenförmige

 Ausbuchtung. Die Früchte sitzen mit ihren

Bechern zu mehreren auf einem langen Stiel.

Diese Bäume werden über 30m hoch und über

1000  Jahre  alt.

 

Mit unsern schönen, stolzen Eichen

kann sich kein and´rer Baum vergleichen.

Er wächst sehr langsam und fängt dann

mit fünfzig erst zu blühen an.

Doch trotzt er jeder Sturmgewalt

und wird fast tausend Jahre alt.

 

Wie unbedeutend und wie klein

müsste der Mensch für Eichen sein!

Doch statt in Ehrfurcht und bescheiden,

kommt er nur, um sie um zu schneiden.

 

Erle  

 

 

 

 

 

 

Wer steht schon - es ist nicht zu fassen -

mit seinen Füßen gern im Nassen?

 

Die Erle ist´s, denn sie kommt vor

am Bachrand und im dunklen Moor.

Wenn graue Nebel sie umwallen,

das scheint ihr richtig zu gefallen,

da wandelt sich der nette Baum

zu einem Alp-Gespenstertraum

und spukt gar wild und geistergleich

durch Krimis und durch´s Märchenreich.

Selbst Goethe gruselt es nicht wenig,

als er einst schrieb den Erlkönig.

 

Erle - Alnus Mill.

Von etwa 30  Arten sind die  zwei  folgenden 

am  Traisen-Lehrpfad:

Schwarzerle -Alnus glutinosa: wird bis zu 30m

hoch, hat eine dunkle fast schwarze Rinde,

 Blätter an der  Spitze  meist  eingekerbt,

Weiß- oder Grauerle - Alnus incana: wird nur bis

20m hoch, hat eine graue Rinde, Blätter spitz,

unterseits weißlichgrau.

 

  

 

Schlehdorn

 

Schlehdorn, Schwarzdorn - Prunus spinosa L.

Bis 4m hoher dorniger Strauch, selten ein Baum.

Blätter bis 5cm lang, gesägt, Blüten  kurz vor

 Laubausbruch, bis 1.5cm breit, weiß, in großen

Mengen. Früchte kugelig auch bis 1.5cm dick,

blauschwarz und blau bereift.

Erst  nach Frost genießbar.

 

Der Schlehdorn ist meist nur ein Strauch,

doch in die Au gehört er auch.

Bevor die Blätter sich noch zeigen,

trägt er schon Blüten an den Zweigen.

Da eilen flink herbei die Bienen,

um sich am Nektar zu bedienen.

 

Die Menschen haben nichts dagegen,

weil sie die blauen Früchte mögen,

und weil sie gerne danach greifen,

wenn sie im Herbst dann endlich reifen.

Auch wenn die Dornen noch so kratzen,

beim „Schleherlschnaps“ hört man sie schmatzen.

 

Platane  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Platanen werden groß und stark,

man sieht sie oft in einem Park

vor herrschaftlichen Schlössern stehen,

den Prunk des Hauses zu erhöhen.

 

Jedoch im Auwald, der so feucht,

hat´s dieser Baum gewiss nicht leicht.

Wie schade! Denn man liebt den Wald

gar sehr in vielerlei Gestalt.

 

Gewöhnliche Platane - Platanus acerifolia

Ein  junger  Baum wurde  wie auch noch einige 

andere  eingepflanzt und kommt deswegen nicht

natürlich in der Au vor. Er ist einer von     

7 verschiedenen Arten und wenn ihm der

Standort passt, kann er bis  zu 30m hoch werden 

und  eine  weit  ausladende  Krone  bekommen.      

Die Blätter  sind  ahornförmig,  die  Früchte 

hängen  in  3cm  dicken  Kugeln an langen Stielen,

die Rinde blättert großflächig ab. 

 

 

 

Fichte

 

Gewöhnliche Fichte oder Rotfichte - Picea abies

Eine von etwa 40 in der nördlich gemäßigten

Zone des ganzen Erdballes vorkommenden Art.

Ein Baum bis 50 m Höhe, mit geradem Stamm,

der sich ganz gleichmäßig verjüngt.  Alte Bäume

 (z.  B. in den Alpen und Karpaten) haben oft bis

2 m Durchmesser.  Freistehend streng kegelförmig.

 

Die Fichte voll Bescheidenheit,

sie sehnt sich nach der Weihnachtszeit.

Wenn sie im Walde, schneebedeckt,

die Äste in den Himmel streckt,

dann wünscht sie sich in ihrem Traum:

„Ach, wär´ ich nur ein Lichterbaum

und könnt´ in einer Stube stehen

und mich im gold´nen Glanze sehen.

Da möchte ich vor allen Dingen

der ganzen Welt den Frieden bringen!“

 

 

 

 

 

 

 

 

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